Schneefreizeit der Klettergruppe


Bei viel Schnee und Sonne pur verbrachte die Erwachsenen-Klettergruppe vier wunderbare Tage in einer DAV-Selbstversorgerhütte in Engelberg:

 

  

 

  

Fahrt der Klettergruppe ins Tessin



TV Ransbach 1887 e.V.

 

Fahrt der Klettergruppe des TV Ransbach an den AGGENSTEIN bzw. ins TESSIN vom 30.05.13 bis 02.06.13

 

Nachdem unsere geplante Bergtour ins Allgäu an den Aggenstein im letzten Jahr wegen katastrophaler Wettervorhersagen leider ausfallen musste, wollten wir es dieses Jahr wieder versuchen. Aber auch das Fronleichnam-Wochenende 2013 versprach für die Alpennordseite sehr schlechtes Kletterwetter. Kurzfristig mussten wir also ein Ausweichkletterziel suchen. Da die Vorhersagen lediglich für die Alpensüdseite vielversprechend waren, entschlossen wir uns ins Tessin zu fahren. Ziel war der Campingplatz „Piccolo Paradiso“ in Avegno im Maggiatal. Leider schrumpfte unsere Gruppe daraufhin von 9 auf 5 Teilnehmer zusammen. Für die, die mitfuhren, hat sich dieses verlängerte Wochenende aber auf jeden Fall gelohnt.

Mit von der Partie waren: Franziska Quirmbach, Vanessa Theis, Janina Praass sowie Gudrun und Heino Loichen als Leiter. Früh um 03.00 Uhr ging es mit einem vollbepackten PKW am Donnerstag in Richtung Süden los. Wir kamen sehr gut durch und konnten uns schon um 10.00 Uhr auf dem Campingplatz anmelden. Das Wetter war hier wirklich besser. Schnell wurden die Zelte aufgebaut und bald ging es an die nächstgelegen Felsen. Wir hatten uns das Gebiet „Avegno Torbeccio“ und dort den Sektor „Placche di Torbeccio“ ausgesucht. Die Zustiegszeit von 10-15 Minuten sollte auch kein Problem sein. Hier konnten wir noch drei Routen mit jeweils vier Seillängen und einer Höhe von 100 Metern bis zum Schwierigkeitsgrad 5a klettern. Schon hier zeigte sich, dass unsere Vorbereitung mit zwei Klettertagen im „Land der Tausend Berge“ (Sauerland) und in Berdorf (Luxemburgische Schweiz) erfolgreich waren. Bis auf Vanessa, die erstmals kletternd in den Bergen unterwegs war, konnten alle ihre gute Vorstiegsmoral auf den Granitplatten unter Beweis stellen. Der starke Wind am Nachmittag verwehrte den bedrohlich  grauen Wolken von der Nordseite den Zutritt ins Tessin.

Am Freitag, 31.05.13, waren wir auch wieder zeitig unterwegs. Das war auch gut so, denn wir waren nicht die einzigen, die die Idee hatten ins Tessin auszuweichen. Im Sektor „Speroni Di Ponte Brolla“ stand die Route „Nika“ (7 Seillängen, 250 m, 4+) auf unserem Plan. Es war nur eine Seilschaft vor uns, so dass wir bald in die Route einsteigen konnten. Janina und Gudrun gingen diese Tour in Wechselführung. Heino folgte mit Vanessa und Franziska in einer Dreierseilschaft. Nach dem Abseilen und einer kurzen Pause stiegen wir in die Route „Zombi, vai dove vuoi“ (7 Seill., 210 m, 5-) ein. Heino und Gudrun kletterten diese Route voran in Wechselführung. Janina führte die Dreierseilschaft mit Vanessa und Franziska. Leider kamen wir hier nicht wie gewünscht voran, da vor uns eine Zweierseilschaft aus München unterwegs war, die diesem Schwierigkeitsgrad nicht ganz gewachsen war. Wir mussten an den Standplätzen immer wieder warten. Nach der fünften Seillänge (SL) entschlossen wir uns wieder abzuseilen.

Am Samstag, 01.06.13, besuchten wir das Klettergebiet von Ponte Brolla. Im Sektor „Rovine del Castelliere“ (529 m). Das Gelände wird hier immer wieder von Bändern durchzogen. Wir suchten uns zwei Routenlinien aus, in denen wir den gesamten Berg bis zum Gipfel durchklettern konnten. Den ersten beiden Seillängen folgten wir der Route „Fortuna“ (5-). Auf dem ersten Band orientierten wir uns etwas nach rechts und folgten der Route „Via Eugenio“  (6.SL, 5-, insges. 180 m). Janina und Franziska kletterten überschlagen voran. Heino führte die Dreierseilschaft mit Vanessa und Gudrun. Das Wetter war ein Traum: sonnig und schon fast zu warm. Nach dem Fußabstieg wieder zurück in Ponte Brolla kehrten wir noch in die Bar „Americano“ ein um auf unsere drei tollen Klettertage anzustoßen. Danach relaxten wir noch etwas am Strand der Maggia.

Da das Wetter am Sonntag, 02.06.13, noch besser war zog es uns an unserem Abreisetag noch in das Klettergebiet von „Arcegno“. Im Sektor „Fiama“ gelangen vor allem Janina und Franziska noch anspruchsvolle Vorstiegstouren. Sie kletterten „Monna Gigia“ (6) und „Antica“ (5) sowie die Zweiseillängenroute „Via Bianca“ (5+, 35 m). Gegen Mittag mussten wir aber endgültig die Kletterschuhe in den Rucksack packen. Zurück auf dem Campingplatz bauten wir in Ruhe unsere Zelte ab und beluden unser Auto. Gegen 14.15 Uhr verließen wir den schön gelegenen Campingplatz. Die Stauprognose von 10 Km und einer Wartezeit von ca. 2 Stunden veranlasste uns auf die San Bernardino Strecke auszuweichen. Viel schneller ging es dort aber auch nicht. Um 23.00 Uhr erreichten wir wieder Ransbach-Baumbach.

Die Stimmung in der Gruppe war immer gut. Wir konnten bei sehr schönem Wetter tolle Mehrseillängenrouten klettern und kamen ohne Verletzungen, bis auf die schmerzenden Fingerkuppen und Füße, wieder gut zu Hause an.                                   

Insgesamt ein klasse Wochenende!

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